Alarmübung bei der Firma Hülsmann H+B Lackierwerke in Bersenbrück

Drei Feuerwehren mit ca. 75 Einsatzkräften probten den Ernstfall

psb Bersenbrück. Zu einer unangekündigten Alarmübung bei der Firma Hülsmann H+B Lackierwerke im Bersenbrücker Industriegebiet West wurden am Montagabend die Feuerwehren aus Bersenbrück, Ankum und Talge um 19:24 Uhr per Sirene und Funkmeldeempfänger alarmiert, nachdem dort ein Feuer in einer Halle gemeldet worden war.

 

Die Ausrichter der Übung Björn Kunze und Joachim Tegelhütter von der Feuerwehr Bersenbrück, konnten Martin Hülsmann Geschäftsführer der Firma Hülsmann H+B für ihre Übung gewinnen. Dieser stellte eine seiner Hallen für die Übung zur Verfügung.

Als gegen 19:24 Uhr die Sirenen heulen und die Funkmeldeempfänger piepen wissen nur ganz wenige, dass es sich um eine Übung handeln sollte. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, kam diesen der „Hausmeister“ entgegen und berichtete, dass eine Maschine bei einem Probelauf plötzlich angefangen hatte zu brennen. Zunächst hieß es, dass keine Mitarbeiter vermisst würden.

Somit konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die Brandbekämpfung in der Halle, parallel dazu wurden Vorkehrungen getroffen, um eine Brandausbreitung auf weitere Hallen zu verhindern. Während mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung in die komplett künstlich verrauchte Halle eindringen, wird eine Wasserversorgung mit dem Schlauchwagen 2000 und dem Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Ankum sowie mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug der Feuerwehr Talge aufgebaut. Insgesamt wurden hier 800 Meter Schlauchleitung verlegt. Die Drehleiter der Feuerwehr Ankum ging in Stellung um im Fall der Fälle sofort auch von oben löschen zu können.

Dann überschlagen sich die Ereignisse: Plötzlich wird bekannt das doch noch 2 Mitarbeiter in der Halle vermisst werden. Die Trupps die zunächst zur Brandbekämpfung in die Halle eingedrungen waren, beginnen umgehend mit der Suche nach den Vermissten. Nun kommen durch einen weiteren Eingang der Halle weitere Trupps unter schwerem Atemschutz zum Einsatz.

Plötzlich gibt es eine „Mayday“ Meldung, dies bedeutet dass sich ein Notfall/ Unfall bei den eingesetzten Atemschutzgeräteträgern ereignet hat. In diesem Fall war ein Schwerlastregal eingestürzt, eine darin gelagerte Palette mit Steinen war auf einen Kameraden gestürzt ( in diesem Fall ein Dummy) und hatte diesen unter sich begraben. Sofort beginnt eine Rettungsaktion mit mehreren eingesetzten Atemschutztrupps.

49 Minuten nach der Alarmierung ist das Szenario abgearbeitet, die vermissten Personen und der verletzte Feuerwehrkamerad waren gerettet und das Feuer gelöscht worden.

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Nach den Aufräumarbeiten gab es bei gekühlten Getränken eine Nachbesprechung durch die Übungsausrichter und Übungsbeobachter Christian Wurst. Diese lobten die gute Zusammenarbeit der ca. 75 eingesetzten Kräfte. Großer Dank ging an den Geschäftsführer Martin Hülsmann der seine Halle zur Verfügung gestellt hatte.

Martin Hülsmann bedankte sich ebenfalls über die gesammelten Eindrücke der Übung und hofft, dass es in Zukunft zu keinem realen Einsatz kommt. Dieser hatte den Übungsverlauf mit großem Interesse verfolgt und auch dokumentiert um seinen Mitarbeitern später den Ablauf der Übung zeigen zu können. „Vielleicht überlegt sich der ein oder andere Mitarbeiter ja auch ehrenamtlich in der Feuerwehr tätig zu werden“ fügte er am Schluss seiner Rede hinzu.

Text und Fotos: Patrick Siebrecht