Kreisfeuerwehrverband Altkreis Bersenbrück traf sich in Ankum

Feuerwehrrente und Notarztstandorte ein großes Thema

 

psb Ankum. Markus Leske, Verbandsvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Altkreis Bersenbrück hatte Ende März, die Vertreter der 32 freiwilligen Feuerwehren des Altkreises Bersenbrück, in das Ankumer Feuerwehrhaus eingeladen.

Nach seiner Begrüßung wurde den verstorbenen Feuerwehrkameraden/-innen in einer Schweigeminute gedacht.

Leske gab einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2024. Es gab eine Schulungsveranstaltung des Landesfeuerwehrverbandes für die Führungskräfte der Feuerwehr.

In diesem ging es neben der Menschenführung auch um die „Resilienz im Feuerwehralltag“. Die Veranstaltung war gut besucht und es gab durchweg positive Rückmeldungen, sodass man diese Veranstaltung in 2025 wieder anbieten möchte.

Um mit Allradfahrzeugen im Gelände sicher unterwegs zu sein, gab es ein Fahrsicherheitstraining im Gelände des Fursten Forest. Ein Ausbilder des Technischen Hilfswerks, der bei der Bundeswehr als Fahrlehrer tätig war, brachte den Teilnehmern allerhand bei. Auch dieses Training soll in 2025 wieder angeboten werden.

Das Land Niedersachsen bietet eine Zentrale Fahrzeugbeschaffung für verschiedene Fahrzeuge, unter anderem Waldbrandtanklöschfahrzeuge, Mannschaftstransportfahrzeuge, Gerätewagen Logistik und Schlauchwagen an.

Die Freiwillige Feuerwehr Oesede wird ein ABC Erkundungsfahrzeug erhalten und in Dienst stellen. Um dieses Fahrzeug nutzen zu können, sind von den Kameradinnen und Kameraden zunächst diverse Lehrgänge zu besuchen, wusste Leske zu berichten.

Cannabiskonsum bei der Feuerwehr? Hier gibt es eine ganz eindeutige Aussage der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachen: „Feuerwehr-Einsätze erfordern höchste Konzentration und ein gutes Leistungsvermögen, das zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufbar sein muss. Der Konsum von Alkohol und Drogen kann das Leistungsvermögen verschlechtern. Cannabiskonsum und Feuerwehrdienst sind deshalb nicht vereinbar“, also ein ganz klares „No-Go“ so Leske.

In Kürze werden die Verbandsvorsitzenden den Landtag in Hannover besuchen und das Gespräch mit einigen Politikern suchen. Das Thema „Feuerwehrrente“ werde hierbei ein großes Thema spielen. Man möchte Lösungen finden um die ehrenamtliche Arbeit der Brandschützer zu würdigen. Es gibt bereits jetzt schon mit der Ehrenamtskarte, die jede Kameradin und jeder Kamerad beantragen kann, sowie auf der Internetseite des LFV viele attraktive Angebote die genutzt werden können.

Nach den Sommerferien soll es wieder ein treffen aller Feuerwehrkameradinnen zum gemeinsamen Austausch geben, teilte die Gleichstellungsbeauftragten Carina Meyer mit.

Ein gemeinsames treffen der Alters- und Ehrenkameraden in Neuenkirchen, ist ebenfalls nach den Sommerferien geplant.

Für die Notarztstandorte in Ankum und Ostercappeln, deren Verträge aus Kostengründen durch die Niels-Stensen-Kliniken zum Ende 2025 gekündigt wurden, soll seitens des Landkreis Osnabrück ein Gutachten in Auftrag gegeben werden. Damit die Notarzteinsatzfahrzeuge -NEF zukünftig auch zuverlässig besetzt werden können, versucht man mit der Arbeitsgemeinschaft präklinische Notfallmedizin „AGPN“ welche ihren Sitz in Bramsche hat, genügend Notärzte für die beiden Standorte zu finden. Leske appelliert an alle ehrenamtlichen sich auf der Internetseite der AGPN https://agpn.de/ kostenlos als Mitglied anzumelden.

Text: Patrick Siebrecht[psb]